Anarchie ist für mich ein Zustand der perfekten Selbstorganisation unter dem Motto „Keine Macht für Niemand“. /1

Ton, Steine, Scherben 1972
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Das Wort Anarchie wird leider auch als Synonym für Chaos und Gesetzlosigkeit verwendet. Anarchie ist aber im Gegenteil ein Zustand höchster Ordnung. Ein Idealzustand. Die Philosophie zur Ausgestaltung und zur Erreichung dieses Ziels heißt Anarchismus. /2

Kropotkin und Bakunin sind für mich gleichermaßen vorbildlich. Ich mag den analytisch naturwissenschaftlichen Geist von Kropotkin, finde es aber schade, dass er sich nie dem Antimilitarismus anschließen konnte. Das liegt vermutlich an seinem Stand und seiner Herkunft. /3

Für Twitter habe Bakunin gewählt, weil ich seine Gemeinsamkeiten und auch seine Abgrenzung zu Karl Marx betonen möchte. Genau wie Bakunin sehe ich mich in der Nähe des Kommunismus, aber ich bin strikter Gegner der Diktatur des Proletariats. /4

Das Bild im Profil habe ich wegen meinem Faible für Frankreich in meiner Jugendzeit gewählt. Es fasziniert mich ebenfalls der künstlerischen Ausdruck des machtvollen Freiheitswillens der französischen Revolution. /5

Trotzdem halte ich Revolutionen nicht für ein Mittel zum Zweck des Anarchismus. Anarchie als Ziel ist vermutlich auch gar nicht realisierbar. Man kann aber einen kleinen Beitrag zum historischen Prozess leisten um die Welt ein kleines Stück anarchistischer zu machen. /6

Neben den o.g. Klassikern des Anarchismus mag ich auch @davidgraeber, ein Anarchist dessen politische Aktivitäten genau dieser Pragmatik folgt. Seine wissenschaftlichen Theorien zum ökonomisch-gesellschaftlichen Systems halte ich für wegweisend. /7

Es muss aber nicht immer nur Anarchismus sein. Ich bin ebenso begeistert von dem großen Sozialpsychologen und Humanisten Erich Fromm /8

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