Nennt mich altmodisch, aber wenn die Brummbrummlobby mehr Ladestationen für *ihre* Produkte haben will, dann soll sie sie gefälligst selbst anschaffen!
Dieses Anspruchsdenken bei den Autoherstellern geht mir echt auf den Sack! Der Staat soll Straßen bauen, der Staat soll Ladestationen bauen, der Staat soll Benzin und Strom und Arbeitskraft billig machen. Aber sich 15 Jahre lang nicht auf einen fucking Stecker einigen können, weil man dem Konkurrenten keinen Millimeter traut. Aaaaalter...
@cweickhmann @wastl Sorry, aber nach der Logik wären wir wieder am Anfang der Automobilität mit krassen Monopolen die alles von Öl-Gewinnung über Tankstelle, Auto und Straßenbau kontrollieren, das hat nicht sehr gut geklappt.
Ja, öffentliche Kohle für Ladestationen können wir kritisch sehen, gerade für 11KW in der Stadt, aber es den Autoherstellern überlassen... Weiß nicht... Mal abgesehen davon das es mit Ionity genau das schon gibt
@plaetzchen
So, ich sehe gerade, dass man sich tatsächlich schon 2012 auf EN 62196 Typ 2 geeinigt hat. Den Vorwurf nehme ich also zurück.
Aber das ist halt auch schon 11 Jahre her... beherzter Ausbau sieht anders aus.
@wastl
@plaetzchen Nein, der Grund, warum ich eine spätere Einigung zum Stecker im Kopf hatte, war dass es noch einiges Hin- und Her bezüglich der Leistung gab.
Die Planung dauert nirgendwo 11 Jahre.
@cweickhmann Bin im öffentlichen Dienst und dort bei einem Immobilienbetrieb. Von der Idee bis zum Beginn der Umsetzung sind 11 Jahre sehr sportlich. @plaetzchen
@cweickhmann @plaetzchen Ich schränke mal ein: Zumindest auf Bundesebene.
@wastl
Und du redest vermutlich von Großimmobilien mit allen Gewerken und ggf. sogar Sondernutzung und nicht von nem Stromanschluss und nem Pfosten. Oder?
@plaetzchen
@cweickhmann @wastl Ich sage nur mal "Eichrecht" und schon sind 2 Jahre weg
@plaetzchen
Für die Typenzulassung, ja. Wäre das wirklich so, würde ich heute keinen Stromzähler (eHZ) bekommen sondern erst 2025.
@wastl
@cweickhmann
Öffentlicher Raum, Mitspracherechte, Haushaltsberatungen, Budgetgenehmigungen, Umweltverträgkichkeitsprüfungen, Baumschutzsatzungen, VOL, VOF, VOB.... Achja und es muss ja auch noch geplant werden, alle Fristen beachtet werden, Wettbewerbsrecht, Submissionen, Vergabebeschwerden... Und dann auch nicht vergessen das da viel Geld fließt und so viele an den Topf wollen.
@wastl
Ey, sorry. Das ist im Umfang einfach maßlos übertrieben. Ich bin selbst im öffentlichen Dienst, wie schreiben Anlagen für Millionen aus und müssen ne Menge Papier produzieren, aber nix dauert da 11 Jahre.
Ich bin gern bereit zu glauben, dass hier Ladesäulen zu finden sind, wo's zwischen Anfang und Aufstellung 3 oder 4 Jahre gebraucht hat, weil sich wer angestellt hat und drölfzig dusselige Fehler gemacht wurden. Und ich bin immer gern dabei, Witze über Doitschland 🥔™️ zu machen. Aber das ist im Maßstab einfach nur noch Quatsch.
@cweickhmann
Wenn *alle* wollten, hätte es eventuell Sondererlasse geben können, die einzelne Punkte unnötig machen. Vielleicht gibt es die sogar, entzieht sich meiner Kenntnis.@plaetzchen
@cweickhmann Ja, 11 Jahre ist gleichzeitig lang und kurz bei Deutscher Planungsdauer für Standorte