Habe gerade mit Bestürzung von @natenom|s Tod durch einen Autofahry erfahren. Ich habe ihn nie persönlich getroffen, aber immer wieder seine Berichte gelesen und seine Geduld mit vollkommen ignoranten und kontraproduktiven Behörden (#AutozeiPforzheim und #Staatsautoanwaltschaft) mit einem Seufzen bewundert.
Ich hoffe, dass er - wie so oft - die Kamera laufen hatte und der Unfallhergang daher schnell und klar aufgeklärt werden kann.
Übrigens: Die o.g. Behörden haben Blut an ihren Händen.
Es ist mEn für die Gesamtbewertung unerheblich, ob der Autofahry das jetzt versehentlich, fahrlässig oder gar mutwillig gemacht hat. Die Autokultur in diesem Polizeirevier, Gerichtsbezirk und Landkreis/Stadt sagte immer wieder: Wenn du da fährst, finden wir, bist du selbst schuld, wenn dir etwas passiert. Wir schützen dich nicht, wir kümmern uns nicht um infrastrukturelle Verbesserungen.
Noch vor wenigen Tagen hat @natenom die Pläne einer Ortsdurchfahrt mit einer wirklich haarsträubenden Radverkehrsführung geteilt. In diesem Landkreis ist man nicht einmal an einer Bushaltestelle/Verkehrsinsel/Radquerung innerorts bereit T30 anzuordnen. Trotz Todesfall (jemand anders).
Es *ist* eine Kulturfrage in den Behörden und diese Kultur des Wegschauens gilt es aufzubrechen.
Ganz besonders wütend macht mich das mit Blick auf seine Schilderung in diesem Interview mit dem #adfc:
"Mein Eindruck ist, dass ich eher als Störenfried empfunden werde, der nur Arbeit verursacht und den Verkehr stört. Zum Teil wird die Rechtslage aktiv missachtet. So teilte mir die Bußgeldstelle Pforzheim im Dezember 2020 schriftlich mit, dass sie meine Anzeigen über Ordnungswidrigkeiten, die ein Verwarngeld von maximal 35 € zur Konsequenz hätten, generell nicht mehr bearbeite [...]"
Es ist unendlich anstrengend, eine Behörde, die keinen Bock auf Rechtspflege hat, dazu zu bringen. Und einen Hebel hat man i.d.R. nicht.
👉 https://bw.adfc.de/artikel/interview-mit-einem-aktivisten-fuer-sicheren-ueberholabstand