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Oh Mann, manchmal nervt die etwas: Leude, wenn in eurer Stadt was kagge oder gefährlich ist, ist das schlimm. Aber warum weist denn unter einem Toot erst die drölfzigste Person darauf hin, dass man damit die Stadt/Gemeinde/Kreis nerven sollte? Gefühlt hundert Verschlimmbesserungsvorschläge kommen, bevor jemand auf die Verantwortung der öffentlichen Stellen(n) hinweist.

Ja, die sind oft träge und uninteressiert. Aber das sind sie *auch*, weil niemand sie auf nachts unsichtbaren Laternenmast X oder fehlendes Schild Y hinweist.

Und ja, die fahren bestimmt oft mit dem Auto zur Arbeit und sehen es daher nicht. Umso wichtiger wäre es, sie darauf aufmerksam zu machen.

Ich jammere oft über die - im Vergleich (und wirklich nur im Vergleich) zu manch anderen Gemeinden in Autoschland - recht fahrradfreundliche Verwaltung in . Aber sie haben bisher immer was gemacht. Okay, es hat oft mehr als eine E-Mail gebraucht. Okay, in einem Fall haben sie für die Bearbeitung 15 Monate gebraucht.

Aber in jedem Fall haben sie (irgendwann) was gemacht.

Und ich habe nie das Amt aufgesucht. Meistens E-Mail, manchmal Telefon (beim ).

Und mir ist aus der Stadtverwaltung gesteckt worden, dass die, die da gern mehr machen würden, genau solche Vorgänge brauchen, um ihr Ansinnen vor den Vorgesetzten zu rechtfertigen.

Also: Erst E-Mail ans Amt, dann hier posten.

@cweickhmann Auch fahrradaffine Menschen machen das Hobby / die Überzeugung zum Beruf. Und arbeiten dann oft in: Verwaltung und Planungsbüros.

Source: own Research.
:pridecat: 🚲

@cweickhmann Hmmm... Ich hab mich definitiv angesprochen gefühlt. Aber nicht gut repräsentiert.

"Ja, die sind oft träge und uninteressiert. Aber das sind sie auch, weil niemand sie auf nachts unsichtbaren Laternenmast X oder fehlendes Schild Y hinweist.

Und ja, die fahren bestimmt oft mit dem Auto zur Arbeit und sehen es daher nicht. Umso wichtiger wäre es, sie darauf aufmerksam zu machen."

@cweickhmann Zumindest aus meiner eigenen Zeit beim Kieler Tiefbauamt würde ich meine Kolleg*innen genau andersherum beschreiben:

#mdRzA aus Überzeugung.
Tief im Thema.
Tun ihr bestes um Mobilitätswende zu machen.
Öfters mal von der Massenträgheit der restlichen Verwaltung ausgebremst.
Immer progressiver als die gesamte Politik.

@cweickhmann Und was ich so aus dem Austausch mit Kolleg*innen und der Zunft an sich mitbekomme ist das deutlich weiter verbreitet als es die gebaute Realität auf den Straßen und die gelebte Philosophie der Exekutive vermuten ließe.

Sie zB. die aktuellen und kommenden Regelwerke der FGSV. Auch da ist der Mentalitätswandel voll im Gange.

@cweickhmann Es gibt diese Menschen. In der Verwaltung. An den unterschiedlichsten Punkten. Du musst sie nur finden.

Aber Erstkontakt mit der Attitüde erleidet im Zweifel halt Schiffbruch. Kann ich dir aus meiner eigenen Erfahrung aus der Stadtteilarbeit bestätigen. Pack da noch Überlastung, schlechte Organisation, und die generelle Massenträgheit von Verwaltung oben drauf, und dann bleibt so eine Email auch gerne mal zwei Tage/Wochen/Monate liegen. Arbeit gibt's mehr als genug :blobcatshrug:

@PalmAndNeedle
Naja, nu hast du quasi im zweiten Teil dieses Replys den halben Toot von mir zusammengefasst :-) Und ich schreibe ja auch davon, dass es die Engagierten gibt, die Argumente brauchen und haben wollen.

Nur, um das nochmal ganz klar auseinanderzusetzen: Ich empfehle *nicht* in den Erstkontakt reinzuschreiben: Eeeeh, ihr faulen Autofotzen... 😄

Ich habe für Überlastung volles Verständnis, denn wenn man's ernst nimmt, ist das ein herkulanäisches Unterfangen. Was ich aber auch gesehen habe, ist ein Amtshabitus (zum Beispiel in einem gewissen Unordnungsamt), bei dem es dir die Nackanhaare hochstellt.

Nett sollte (und kann) man immer sein.

@cweickhmann Ok, einmal Versuch ich's noch. Was mich speziell aus der #Fahrradbubble ankotzt, und auch das habe ich live und in Farbe mehrfach selbst erlebt, ist die kollektive Ablehnung gegenüber aller und jeder Autorität. Stadt, Land, Politik, Polizei, Ordnungsamt, Tiefbauamt: alles spritsaufende, träge Autofahrys die nur im Büro sitzen, keine Ahnung haben, und aktiv alles schlecht machen wollen.

@cweickhmann Gekoppelt mit einer ohrenbetäubenden Ignoranz, und fachlich keinerlei Ahnung, aber die Qrißheit mit Löffeln gefressen.

Dass ich mehrfach Menschen getroffen habe die seit zwanzig Jahren Fahrradförderung an der Basis machen, und man das in der Stadt auch sieht, wenn man die Augen aufmacht? Null checkung.

@cweickhmann Und das höre ich aus deinem toot auch heraus. Nicht in der Melodie, aber in den Harmonien, und den Obertönen.

Ja, es gibt zutiefst fahrradunfreundliche Städte, und autozentrierte Verwaltungen und Gemeinden zuhauf. Aber Verwaltung heißt leider auch Amtsmeinung vertreten. Für alle. Deswegen: bitte nicht von der Amtsmeinung auf die Haltung der einzelnen Menschen schließen die da arbeiten.

@cweickhmann #BandenBilden sagt @SheDrivesMobility Und das funktioniert nicht mit der Keule in der Hand, weil die ja eh alle im Zweifel desinteressiert und autozentriert sind.

@cweickhmann Ich glaube du kannst davon ausgehen, dass wer sich hier auskotzt auch lokal bei sich vor ort aktiv wird. Die Bubble ist aber ein guter Raum, um sich über Probleme auszutauschen, Informationen und Erfahrugnen einzuholen, Standpunkte zu diskutieren. Manchmal hilft es auch einfach, zu merken, dass man nicht alleine ist, bevor man in die Diskussion mit der Behöre geht. Ich werde daher dabei bleiben: Erst hier posten, dann abwägen, dann lokal aktiv werden. Sorry 🤷🏼‍♂️

@p0lise Das steht ja jedem frei. Mein Eindruck ist aber in der Breite ein anderer.
Dass die (politisch) Aktiven Meldungen machen, will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber anders als dass ein großer Teil es eben nicht macht, lässt sich in meinen Augen die schiere Verteilung der Beiträge nicht erklären.

@p0lise @cweickhmann [Ich glaube du kannst davon ausgehen, dass wer sich hier auskotzt auch lokal bei sich vor Ort aktiv wird.] Das wäre schön - genau diese Erfahrung habe ich aber in der Vergangenheit NICHT gemacht. Vielen fällt es halt leichter, sich unflätig auszukotzen als ein Problem sauber zu analysieren, zu beschreiben und dann in wohlgesetzten deutschen Haupt- und Nebensätzen der zuständigen Stelle vorzutragen. Isso - leider!

@cweickhmann Stimmt in gewisser Weise schon, meine Frustrationstoleranz reicht für Schriftwechsel mit der Stadt Wiesbaden oft nicht -
Ampelschaltungen und Schlaglöcher funktionieren, bei allem anderen ist es zäh.

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