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@sociology "Eine Erkenntnistheorie, die sich in dieser Weise auf den Begriff des Beobachtens stützt, hat tief reichende Konsequenzen für das Verständnis von Zeit".
"Das Gleichzeitige ist jedoch immer das, was sich kausal nicht beeinflussen läßt".

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#012
Montag, 09.01. 17.30 h
=> : Die Wissenschaft der Gesellschaft
Es geht weiter auf Seite 103, V.
Zuschauen -> YT: youtube.com/watch?v=6VZiMyGWdC
@sociology

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twitter.com/philodooph/status/

RT @philodooph@twitter.com

@AladinMafaalani@twitter.com Müssen Lehrkäfte in ihrem Studium nicht Bourdieu lesen? Reflexion von Habitus und den Praktiken im Feld der Schule sollte eigentlich jede Lehrkraft drauf haben.

🐦🔗: twitter.com/philodooph/status/

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New issue of Foucault Studies - number 33, all open access as ever
rauli.cbs.dk/index.php/foucaul

Papers on Foucault and Hadot, Augustine and Cassian, Austin, Lemke and a review of The Late Foucault

via Foucault News
michel-foucault.com/2022/12/30

@histodons @geography @politicaltheory @intellectualhistory

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Komme vom #lesemontag. Und bringe nur, lose und zusammenhanglos, einen Luhmann-Vers mit: 

"Alle Beobachter gewinnen Realitätskontakt nur dadurch, dass sie Beobachter beobachten. Es gibt keinen privilegierten Standpunkt mit einem nur von hier aus möglichen Blick nach draussen." #Soziologie #Systemtheorie #Luhmann

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Jahresrückblick 2022 – Open Educational Resources

"OER-Strategie, OER-Camp und der Wunsch nach OER-Förderrichtlinien"

blog.bildungsserver.de/jahresr

#Bildung #OER @fedilz_infos #Schule

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#011
Montag, 02.01. 17.30 h
=> : Die Wissenschaft der Gesellschaft
Es geht weiter auf Seite 93, letzter Absatz.

Zuschauen -> YT: youtube.com/watch?v=yItd8T1eF6
@sociology

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Erste Überlegungen zu den nun nötigen Reaktionen auf #chatgpt in der universitären Lehre. @robertlepenies im Gespräch mit Piotr Heller deutschlandfunkkultur.de/ki-ch

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Eine Tortengrafik verwenden, um etwas anderes als die statistische Verteilung von Anteilen darzustellen? Hier eine gute Idee von Doris Langley Moore, The Woman in Fashion, 1949:

Ein versöhnliches Fazit hierzu, quasi der Joker.
"Die wichtigsten Strategien der Konfliktvermeidung dürften aber in der Manipulation der Zurechnung von kommunizierten Initiativen auf teilnehmende Personen liegen. Die oberste Prämisse liegt dabei in der Schonung der Selbstdarstellung aller Teilnehmer – und segmentäre Gesellschaften scheinen in dieser Hinsicht überaus innovativ zu sein" 98.

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"Feinde sind (und zwar in diesem ganz konkreten Sinne) diejenigen, die bösartig sind, weil sie Yuko sind. Dabei wird weniger zwischen diesen Eigenschaften und eventuell davon abweichenden Handlungen unterschieden. Denn auch Handlungen werden substanzialistisch erlebt und können sprachlich oft gar nicht anders ausgedrückt werden: »The Chinook will say, the man’s badness killed the child’s poverty, meaning that the bad man killed the poor child« (Boas 1911: 657; vgl. Lee 1949; Lévi-Strauss 1981: 11). Man kann, von dieser Perspektive aus gesehen, nicht gegen die eigene Seinsform handeln – es sei denn, man wird von bösen Geistern befallen und legt des- halb ein abweichendes Verhalten an den Tag. Man handelt nicht böse, sondern man ist entweder böse oder wird von etwas Bösem befallen. Derartige Zuschreibungen erfolgen ad hoc und erübrigen damit die Ermittlung mögli- cher Motive von Fremden, die schon als solche getötet werden können" 83.

"In segmentären Gesellschaften ist jeder Einzelne in gewisser Hinsicht mit quasi-diplomatischen Problemen konfrontiert, denn er gehört »einem um- fassenden System nicht deshalb an, weil er einer dazugehörigen Familie an- gehört, sondern deshalb, weil er zu anderen Familien und Gruppen, denen er nicht angehört, Beziehungen unterhalten muß und in diesen Beziehungen nicht durch die eigene Familie allein gehalten werden kann« (Luhmann 1997: 642, Fn. 74)" 66.

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"Denn ein Fremder mag zwar rein äußerlich wie ein Mensch aussehen. Ob er aber tatsächlich als Partner für Kommunikation in Frage kommt, ist damit längst nicht vorab festgelegt. Im Gegensatz zu stratifizierten Gesellschaften, die Gattungsähnlichkeiten als Index für Kommunikationsfähigkeit einsetzen, und im Vergleich zur modernen Gesellschaft, deren »Kosmologie« auf funktionalen Äquivalenzen basiert, scheinen in segmentären Gesellschaften vor allem Analogien als primärer Form der »Ontologie« zu fungieren (Halbmayer 2012; Pedersen 2001)" 57f.

"Es überwiegt insgesamt der Eindruck, dass in tribalen Verhandlungen talk, decision und action kaum unterschieden werden können (siehe mit einer Fülle an weiteren Literaturhinweisen Brison 1989; zum Handeln als »Selbstzweck« in segmentären Gesellschaften Gehlen 1977: 29ff.). Verhandelt wird weniger, um sachliche Ergebnisse mit zeitlicher Fernwirkung zu erzielen. Vielmehr ist, wie auch der Abschnitt zur Zeitordnung in segmentären Gesellschaften nahegelegt hat, das Gelingen der Interaktion selbst das »Ziel«. Jede Bedürfnisbefriedigung sollte unmittelbar in der Interaktion erfolgen und kann kaum im Hinblick auf eine Fernwirkung vertagt werden (Lee 1949: 408f.).11 Jede Andeutung eines konkreten Verhandlungszieles könnte Wi- derspruch provozieren, Gefühle und Selbstdarstellungen verletzen und da- mit die Interaktion in einer ohnehin angespannten Lage gefährden. Konflikte werden, wenn sie nicht in Ritualen kanalisiert werden, gemieden, sodass die Themen weniger nach sachlichen Problemlagen in der gesell- schaftlichen Umwelt der Verhandlung variieren, sondern nach den Konsen- schancen in der Interaktion selbst. Insofern werden die Verhandlungsteilnehmer nicht an Entscheidungen oder sachlich bestimmbare Ergebnisse weltpolitisch gebunden. Vielmehr liegt der Sinn von Verhandlungen in der Erarbeitung einer gemeinsamen Beschreibung des Konfliktverlaufs sowie in der wechselseitigen Darstellung einer positiven Gesinnung, die vor allem im Gabentausch sowie in der Leistung von Reparationszahlungen zum Ausdruck kommt (Lee 1984: 97ff.)" 106f.

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"Das führt, neben dem erwähnten Phänomen logischer Selbstwidersprüche, einerseits zu Höhenflügen reflexiver Beobachtung, weil man weiß, dass alle wissen, dass man weiß, dass niemand sagt, was er denkt: »No matter what they say or agree to during a formal meeting, everyone [...] knows that men and women will, in the end, do what they want« (Kulick 2004: 126; vgl. Lindstrom 1990: 385ff.). Wenn man sich dann aber so verhält, wie man in einer Verhandlung zugesichert hat, muss dies nicht als Erfüllung einer Zu- sage verstanden werden, sondern kann als Ausdruck von Präferenzen ausgewiesen werden, die man vorgeblich schon immer hatte und denen man auch ohne Verhandlung gefolgt wäre (Kulick 2004: 126)" 104.

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