Diese Recherche von Correctiv [1] lässt die Abschaffung der #Zivilklausel 2019 in NRW durch #CDU und #FDP [2] irgendwie besonders doof aussehen. Wer hätte ahnen können, dass das mit Staaten wie China zum Problem werden könnte 🤡
[1] https://correctiv.org/aktuelles/china-science-investigation/2024/06/18/die-bling-bling-professoren-aus-aachen/
[2] https://rp-online.de/nrw/panorama/neues-hochschulgesetz-fuer-nrw-anwesenheitspflicht-und-zivilklausel_aid-42846269
Ich habe zu diesen Recherchen ein paar Gedanken:
* Klar, es gibt erfolgreiche Ausgründungen, die gute Forschung in gute Anwendungen geführt haben. Ein Beispiel gab es man meinem Fachbereich an der TU Darmstadt, bei dem Simulationsmethoden für die Elektromagnetik erfolgreich in eine Software umgesetzt wurden. Der Prof, der da mit drinsteckte ist heute sehr gut betucht und ich neide es ihm absolut nicht.
* Aber es gibt auch die andere Seite: Sehr viele dieser Ausgründungen laufen ins Nirgendwo, oft gibt es mindestens Gemauschel und weder die betreffenden Professoren noch die Fachbereichs- oder Unileitung stellen sich besonders gut darin an, klar zwischen dem Forschungs- & Lehrauftrag auf der einen Seite und geschäftlichen Interessen beteiligter Firmen oder sogar privaten Interessen zu unterscheiden.
* In diesem Zusammenhang finde ich es wichtig auf das (beileibe nicht perfekte) Werkzeug der Zivilklausel hinzuweisen. Hier wird sich auf China konzentriert, vielleicht aufgrund der Methoden. Aber dieselben Fragen stellen sich bei Kooperationen mit anderen autoritären Regimen. Das Kernproblem hier ist nicht die Forschungszusammenarbeit, auch nicht, dass hier Wissen "besorgt" wird. Anderen (auch China) die Wissensbeschaffung abzusprechen, finde ich äußerst problematisch.
Das Problem liegt darin, mit welchem Ziel dieses Wissen beschafft wird: In einigen, aber beileibe nicht allen, der genannten Fälle geht es darum, aufzurüsten. Das war 2019 schon scheiße und ist es jetzt auch - einfach nur auf der großen Bühne.